Der Verein ArcheActs sieht sich als Möglichkeits- und Inspirationsraum, um gesellschaftliche und künstlerische Entwicklungen und Diskurse wahrzunehmen, zu begleiten und voranzutreiben.
Er ist eine Plattform für KünstlerInnen, die es ihren Mitgliedern ermöglicht, interdisziplinäre Projekte im Bereich der darstellenden Kunst zu initiieren und umzusetzen.
Gleichzeitig sollen diese Projekte dazu führen, mit dem Publikum in Austausch zu treten, weshalb parallel zu den künstlerischen Aktivitäten Diskursveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Institutionen, die am jeweiligen Thema arbeiten, stattfinden.
ArcheActs stellt also einerseits künstlerische Acts auf die Bühne und leistet auch einen Beitrag zu gesellschaftlichen Diskursen.
Der Verein verschreibt sich dem Experiment, dem Erforschen, der Laborarbeit, dem Diskurs und bietet Raum für künstlerische und intellektuelle Experimente. Ziel ist es Raum für Begegnung, Raum für Entwicklung und Teilhabe im Sinne eines Möglichkeitsraumes, den KünstlerInnen und Publikum zu bieten und gemeinsam zu kreieren, betreten, gestalten und erweitern.
Das vierköpfige Leitungsteam von ArcheActs arbeitet in einem durchgehenden Acht-Augen-Prinzip und konzipiert damit bis ins Jahr 2030 gemeinsam Projekte. Grundlegende künstlerische wie auch kaufmännische Entscheidungen werden im Kollektiv getroffen.
Um die Stärken der Leitungsteammitglieder hervorzubringen, werden projektmäßige Verantwortungen den Kompetenzen entsprechend aufgeteilt. Jedes Format von ArcheActs ist eine Kooperation der Mitglieder, beinhaltet aber dennoch eine zugeordnete organisatorische und künstlerische Verantwortung.
ArcheActs arbeitet an verschiedenen Formaten, die die Basis der Programmgestaltung der Jahre 2027-2030 bilden.
Das vierköpfige Leitungsteam stellt sich aus dem folgenden multidisziplinären Team zusammen:
Mag. Ute Bauer
studierte Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaft in Wien und absolvierte Fortbildungen in Schauspiel und Theaterpädagogik. Der Schwerpunkt ihrer Unterrichtstätigkeit ist die Verankerung von Theater/Schauspiel in der Schule.
Dramaturgische Arbeiten:
2015 kriegsmüde/2016 Rescue me/ 2017 ankommen/ 2018 Denkmal Frau-denk mal frau/ 2019 Feuer und Flammen- alle Spinnerei Traun/2021 Eine wie Nora ( Film)/ 2022 Leonce und Lena/ 2023 Ein Sommernachtstraum/ Nichts / 2024 Lysistratae / 2024 Gute Kinder / 2025 Der Mann ohne Eigenschaften –alle TheaterArche Wien
Thyl Hanscho
studierte Philosophie in Wien und Theaterregie am Max Reinhardt Seminar. Als Dramatiker nahm er an Lehrgängen des dramaforums Teil und erhielt Stipendien und Nominierungen u.A. für das Peter-Turrini-Stipendium 2022 für “Das Pfeifen von Wastešowo”. Er assistierte namhaften Regisseuren am Wiener Burgtheater und inszenierte u.a. beim Dramatiker:innenfestival in Graz, und im Theater Nestroyhof Hamakom. Von Mai 2021 bis Herbst 2022 war er außerdem als Regieassistent am Wiener Burgtheater engagiert, wo er u.A. Saar Magal, Robert Icke, Lilja Rupprecht und dem Laokoon kollektiv assistierte.
Jakub Kavin
Manami Okazaki, MAS
Manami Okazaki ist eine international tätige Sängerin und Schauspielerin, Leiterin der TheaterArche sowie Kulturmanagerin. Als Sopranistin gastierte sie an renommierten Häusern wie der Wiener Staatsoper, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Alten Oper Frankfurt und dem Tokyo Metropolitan Theatre. Seit 2019 prägt sie das künstlerische Profil der TheaterArche, realisiert eigene Produktionen und steht regelmäßig auch als Sängerin und Schauspielerin auf deren Bühne. 2020 brachte sie ihr erstes Monodrama Hikikomori zur Uraufführung, das u. a. auch in Luxemburg gezeigt wurde. Die Produktion Anstoß, an der sie mitwirkte, wurde für den Nestroy-Preis nominiert. Sie schloss ihr Masterstudium in Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) ab – mit einer Masterarbeit zum Thema Intendanzwechsel und dessen Auswirkungen in Wiener Theaterinstitutionen.
ArcheActs arbeitet mit verschiedenen Formaten und bietet damit ein Forum zur KünstlerInnen-Vernetzung, mit dem Ziel, im Austausch Prozesse der Co- Kreation und der Transformation anzuregen, zu entwickeln und theatral umzusetzen.
KünstlerInnen unterschiedlicher Kontexte arbeiten in unterschiedlichen Formaten zu gesellschaftlich relevanten Themen, inspirieren einander und gehen gemeinsam in schöpferische Prozesse, ausgehend von dem Gedanken des Experimentierens.
Die meisten Veranstaltungen von ArcheActs werden in den Räumlichkeiten der TheaterArche stattfinden. Jedoch wird ArcheActs fortlaufend nach Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Theaterhäusern in Wien und den Bundesländern suchen und wiederholt projektmäßig im öffentlichen Raum bzw. site-specific arbeiten.
Folgende Formate sind Basis unsrer Arbeit:
ArcheForum, im Rahmen dieses Formates werden kuratierte dramatische Texte zum Experimentieren herangezogen und nach einer Be-und Überarbeitung im Rahmen einer szenischen Lesung auf die Bühne gebracht.
ArcheKlang ist eine interdisziplinare Plattform, um innovative und transformative Erzählformen, bestehende Erzählstrukturen und Kunstformen neu zu denken und diese zu transformieren.
ArcheLab ist ein Format, das als offenes theatrales Versuchslabor dient. Hierbei werden von wechselnden Kollektiven in Zusammenarbeit mit dem gesamten ArcheActs Team künstlerische Umsetzungen kreiert.
ArchePodium dient der Vernetzung von ExpertInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen (z.B. Wissenschaft, Philosophie, Politik, etc.) mit den künstlerischen Produktionen, um Synergien für die Umsetzung der Projekte zu schaffen.
ArcheResearch bietet einen Rahmen für die theatrale Forschung durch die Ausschreibung und Einbindung von Schauspielenden, um bei möglichen Stückentwicklungen mitzuwirken.
ArcheTraining ist ein monatliches Trainingsformat für professionelle BühnenkünstlerInnen mit wechselnden TrainerInnen. Diese regelmäßigen kostenfreien Trainings sollen eine Möglichkeit bieten, voneinander und miteinander zu lernen.